Migrantinnen und Migranten sowie sozioökonomisch benachteiligte Gruppen sind überdurchschnittlich häufig von Nikotinkonsum betroffen. «Fresh Air: Tabak- und Nikotinprävention im Migrationsbereich» bietet gezielte Nikotinprävention mit Gruppenanlässen. Betroffene werden durch unsere Schlüsselpersonen in ihrer Sprache und ihrem Umfeld erreicht, durch Informationsvermittlung, Reflexion des eigenen Konsumverhaltens und Vernetzung mit Beratungs- und Unterstützungsangebote gestärkt. Das Ziel ist, den Nikotinkonsum zu reduzieren und die Gesundheit nachhaltig zu stärken.

Fresh Air: Tabak- und Nikotinprävention im Migrationsbereich
«Fresh Air: Tabak- und Nikotinprävention im Migrationsbereich» ist ein Sensibilisierungsprogramm, das darauf abzielt, die Prävalenz von Nikotinkonsum in der Migrationsbevölkerung und soziökonomisch benachteiligten Gruppen zu reduzieren.
Das Projekt ist das Nachfolgeprojekt von «Jorge no fumes» aus der Phase des Kantonalen Tabak- und Nikotinpräventionsprogramm 2022 – 2025.
Ziele
- Bewusstseinsbildung: Erhöhung des Bewusstseins über die gesundheitlichen Risiken von Tabak- und Nikotinkonsum.
- Zugang zu Ressourcen: Verbesserung des Zugangs zu Tabakentwöhnungs- und Nikotinersatztherapien.
- Anpassung: Anpassung der Programme an die sprachlichen Bedürfnisse der Zielgruppen.
Ansätze
Regelmässige Gruppenanlässe von Schlüsselpersonen der Berner Gesundheit in Gemeinschaftszentren und Organisationen der Migrationsbevölkerung stellen einen wichtigen Baustein von «Fresh Air: Tabak- und Nikotinprävention im Migrationsbereich» dar, um gesundheitsrelevante Themen niederschwellig zu vermitteln. Solche Gruppenanlässe schaffen einen geschützten Rahmen, in dem Informationen verständlich erklärt, Fragen gestellt und persönliche Erfahrungen ausgetauscht werden können. Durch den direkten Kontakt mit den Schlüsselpersonen und die Möglichkeit zum Dialog wird Vertrauen aufgebaut, was insbesondere in sensiblen Bereichen wie der Tabak- und Nikotinprävention entscheidend ist.
Ergänzend dazu ist die Bereitstellung sprachspezifischer Materialien von zentraler Bedeutung. Informationsbroschüren, Flyer oder digitale Inhalte in den jeweiligen Sprachen der Zielgruppen erleichtern das Verständnis komplexer Inhalte und reduzieren sprachliche Barrieren. Dies trägt dazu bei, Missverständnisse zu vermeiden und die Eigenverantwortung für die Gesundheit zu stärken. Gleichzeitig signalisiert es Wertschätzung gegenüber der kulturellen und sprachlichen Vielfalt der Gemeinschaften.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung des Zugangs zu Beratungsstellen. Dazu gehört insbesondere die Vermittlung von Informationen über bestehende Unterstützungsangebote wie Raucherentwöhnungsprogramme oder Nikotinersatztherapien. Viele Menschen kennen entsprechende Angebote nicht oder wissen nicht, wie sie diese in Anspruch nehmen können. Durch gezielte Aufklärung, persönliche Begleitung und gegebenenfalls Unterstützung bei administrativen Schritten können Hemmschwellen abgebaut und die Nutzung professioneller Hilfsangebote erhöht werden.
Schliesslich spielt die Peer-to-Peer-Unterstützung eine entscheidende Rolle. Die Einbindung von Peers aus den jeweiligen Gemeinschaften ermöglicht eine authentische und glaubwürdige Ansprache. Personen mit ähnlichem kulturellem Hintergrund oder vergleichbaren Erfahrungen können als Vorbilder wirken, Motivation vermitteln und individuelle Unterstützung bieten. Diese Form der Begleitung stärkt das Gemeinschaftsgefühl und erhöht die Wahrscheinlichkeit nachhaltiger Verhaltensänderungen.
«Fresh Air: Tabak- und Nikotinprävention im Migrationsbereich» zielt darauf ab, die spezifischen Herausforderungen und Bedürfnisse der Migrationsbevölkerung und soziökonomisch benachteiligter Gruppen zu berücksichtigen und ihnen angepasste Informationen zu Tabak- und Nikotinprävention anzubieten.

Das Angebot wird im Rahmen des Kantonalen Tabak- und Nikotinpräventionsprogramms unterstützt durch:
