Psychische Gesundheit ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation ein wesentlicher Teil von Gesundheit, der von sozioökonomischen, biologischen und umweltspezifischen Faktoren beeinflusst wird. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Belastungen und Ressourcen. Die Entwicklungspsychologie geht davon aus, dass Ressourcen über die gesamte Lebensspanne hinweg gefördert werden sollten, damit die psychische Entwicklung unterstützt wird, um schwierige und unerwartete Situationen meistern zu können.

Von der frühesten Kindheit an wird die psychische Gesundheit in der Familie sowie in Betreuungs- und Bildungsinstitutionen für Kinder und Jugendliche geprägt. Es ist zum einen wichtig, die ganze Familie als System zu stärken, um die psychische Gesundheit der Kinder und der Eltern zu fördern (beispielsweise bei der Geburt oder beim Schuleintritt). Zum anderen sollen auch die Betreuungs- und Bildungssysteme gestärkt und der Übergang zur Adoleszenz sowie der Eintritt ins Berufsleben positiv gestaltet werden.
Jugendliche und junge Erwachsene befinden sich in einer Lebensphase mit besonders vielen Veränderungen. Die Adoleszenz ist geprägt von einer starken körperlichen und sozialen Entwicklung. Das bringt zahlreiche Spannungsfelder mit sich, und es besteht Handlungsbedarf: Psychische Belastungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben in den letzten Jahren stark zugenommen, verursacht unter andrem durch Auswirkungen der Corona-Pandemie, problematische Internetnutzung (Soziale Medien) und den Einfluss der beruflichen Integration.
Ausreichender Schlaf, Bewegung, eine gesunde Ernährung oder ein bewusster Umgang mit Medien wirken sich positiv auf die psychische Gesundheit aus. Die Gesundheitsförderung im Jugend- und jungen Erwachsenenalter fokussiert deshalb auf psychologische Schutzfaktoren wie Selbstwirksamkeit, Lebens- und Gesundheitskompetenzen als interne Ressource sowie soziale Unterstützung durch das Umfeld als externe Ressource.
Ab der Pension bis zum Lebensende sind die Sensibilisierung für psychosoziale Themen, Investitionen zur Stärkung der eigenen Ressourcen sowie eine unterstützende Umgebung von entscheidender Bedeutung. Ältere Menschen sind früher oder später mit abnehmenden körperlichen und sozialen Ressourcen konfrontiert, was die Mobilität, das soziale Netz und die Autonomie der betroffenen älteren Menschen stark beeinträchtigen kann. Anpassungen an die veränderte Situation werden notwendig, damit ältere Menschen so lange wie möglich zuhause leben können. Ein unterstützendes Umfeld und die Nutzung und Förderung der eigenen Ressourcen fördern die Gesundheit, die Autonomie und die soziale Teilhabe von älteren Menschen.
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